Mauerbau



Mauerbau 1961Von September 1949 bis August 1961 fliehen 2.691.270 Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Da zumeist junge und qualifizierte Personen die DDR verlassen, hat die Fluchtwelle verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und Versorgung in der DDR.
Für die DDR wird die offene Grenze nach West-Berlin zunehmend untragbar und veranlaßt die DDR-Regierung schließlich zum Handeln. Die Zonengrenze zur Bundesrepublik wurde bereits auf 1.378 Kilometern in ganzer Länge mit Stacheldraht und Minensperren abgeriegelt. Am Sonntag, dem 13. August 1961, wird unter Aufsicht von Volkspolizei und Kampfgruppen die Sektorengrenze nach West-Berlin hermetisch abgeriegelt und so auch das letzte Schlupfloch, der bislang noch freie Zugang nach West-Berlin unterbunden. Überall werden Straßen aufgerissen, Panzersperren und Stacheldrahtverhaue errichtet. Der Mauerbau unterbricht die in Generationen gewachsenen Verbindungen in der Stadt. Damit wird die deutsche Teilung zementiert. Der völkerrechtliche Status von West-Berlin wird jedoch nicht berührt. Über 50000 Ost-Berliner werden von ihren Arbeitsplätzen im Westen abgeschnitten. Die Grenzübergangsstellen zwischen beiden Stadthälften werden auf sieben reduziert und das Gesamtberliner Verkehrsnetz wird über Nacht an der Sektorengrenze zerschnitten. Seit dem 13. August 1961 ist das unmittelbar an der Mauer gelegene Brandenburger Tor das Symbol der deutschen Teilung.

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