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Kurt Bartsch - Schriftsteller


Foto: Kurt Bartsch privat

Angaben zur Biografie

1937 wird Bartsch in Berlin geboren. Seine Eltern sind Proletarier.
1954 besucht er die Oberschule, die er ohne Abiturabschluss verläßt.
1954 ist er in verschiedenen Berufen tätig (Beifahrer, Büroangestellter, Sargverkäufer, Leichenträger, Lagerarbeiter, Lektoratsassistent).
1964 - 1965 Studium am Literaturinstitut in Leipzig, das er wegen politisch-ideologischer Differenzen mit Dozenten (gemeinsam mit Sarah Kirsch und Helga Maria Nowak) abbricht
1966 freier Schriftsteller
1974 Heirat mit Irene Böhme (Theaterwissenschaftlerin, Journalistin, Regisseurin, Autorin)
1976 unterzeichnet er die Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns.
1979 Bartsch ist Mitunterzeichner eines offenen Briefes an Erich Honecker, in dem Protest gegen die Anwendung des Devisengesetzes gegenüber Schriftstellerkollegen eingelegt wird. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Schriftstellerverband.
1980 Bartsch reist mit einem Dauervisum der DDR nach West-Berlin aus.
2010 Kurt Bartsch verstirbt am 17.1.2010 in seiner Berliner Wohnung.

Werkauswahl

1968 "Zugluft" (Gedichte, Sprüche, Parodien)
"Die Lachmaschine" (Gedichte, Songs, Prosafragment)
"Kalte Küche" (Parodien)
1971 "Der Bauch" (Einakter)
"Die Goldgräber" (Einakter)
"Der Strick" (Einakter)
1979 "Kaderakte" (Gedichte und Prosa)
1980 "Wadzeck" (Roman)
1983 "Die Hölderlinie" (Parodien)
1986 "Leiche im Keller" (Tatort)
"Checkpoint Charlie" (Hörspiel)
1986 Fernsehfilme, u.a. "Tatort", "Unser Lehrer Doktor Specht"
2004 "Fanny Holzbein" (Roman)