Pressestimme zu "Alte Filme"

Moralisierende Züge, wie sie in Schlesingers früheren Werken ... anklangen, scheinen hier durch produktivere Haltungen überwunden. Eine gereifte Erzählkunst, die aus der genauen Kenntnis des lokalen und sozialen Milieus, der tiefen Zuneigung zu seinen Figuren erwächst, ist deutlich. Schlesinger nimmt Probleme unseres Alltags ernst, die das Leben bestimmen und gleichermaßen Haltungen prägen - eine Verständigung darüber wird zur Lebensnotwendigkeit, für den Autor und für uns.

Schlesingers neue Erzählung unterstreicht, worum der Autor schon seit seinem Debüt bemüht ist: heutige Möglichkeiten menschlicher Beziehungen zu suchen, um aus dem Spannungsfeld von idealischem Entwurf und real Möglichem Lebenshaltungen und -ansprüche zu überprüfen und bewusst zu machen."

Quelle: Michael Berger: Sonntag, 24.6. 1976.

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