Pressestimmen zu "Leben im Winter"

"Schlesinger hat die Realität in seiner (bisherigen) Heimat genau beobachtet und, vor allem in den von ihm protokollierten Gesprächen, präzise wiedergegeben. Seine Erzählung kommt ohne grelle Effekte und ohne pathetische Gesten aus; seine Geschichte ist eine Prosa der Andeutungen und der Zwischentöne. Bei Schlesinger kommen ... die kleinen Leute zu Wort, die angeblich die Herren im Lande sind, die aber in Wirklichkeit drüben wie hüben nichts zu sagen haben."

Quelle: Jürgen P. Wallmann: Rheinischer Merkur / Christ und Welt, Nr. 48, 28.11.1980.


"Schlesinger ist von der bundesdeutschen Kritik vorgeworfen worden, er habe nichts Neues geboten. Das stimmt nur scheinbar. Er hat das Alte so beschrieben, dass sich das Klima dem Leser ebenso unaufdringlich wie unausweichlich übermittelt. Das wäre nichts Neues?!"

Quelle: Eberhard Seybold: Taunus-Zeitung, 29.12.1980.


"Schlesingers Erzählung ist keine übliche Satire auf die bürgerliche Welt, keine billige Polemik, sondern eine bitterböse Geschichte, die ihre Wirkung aus Nuancierung bezieht. Wenn bürgerliche Menschen verformte Menschen sind, dann sind noch längst nicht alle auf gleiche Weise verformt.
...
Klaus Schlesinger, mittlerweile auch im Westen ansässig, kennt Ostberlin am besten. Deshalb handelt seine Erzählung dort. Sie hätte auch an jedem beliebigen anderen Ort in Deutschland handeln könne. Es ist eine durch und durch deutsche Geschichte."

Quelle: Manfred Rieger: Kölner Stadt-Anzeiger, 13.2.1981.


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