Pressestimmen zu "Die Sache mit Randow"

"Klaus Schlesingers Roman überspannt vierzig Jahre ... [Er] hat seine Geschichte nicht chronologisch aufgebaut, sondern mosaikartig auf die Zeitgeschichten verteilt ... Weil Schlesinger nicht Historie nachbuchstabiert, sondern einen symbolischen Fall konstruiert hat, konnte er ein Sinnbild für die vierzig Jahre der DDR schaffen, in das die Trauer über alles vergehende Leben eingegangen ist. Die Schuld, um die es geht, erscheint weniger als politische Verfehlung denn als Verhinderung von Lebendigkeit. Die Trauer aber erstickt alles aufdringliche Moralisieren und macht die Erzählung schön."

Quelle: Gustav Seibt: F.A.Z., 24.8.1996.



"Diese bisher umfangreichste Prosaarbeit des Ostberliner Autors ist seine beste, er hat der Geschichte der 'erzählten Stadt' Berlin ein gewichtiges Buch hinzugefügt."

Quelle: Norbert Schachtsiek-Freitag: Frankfurter Rundschau, 2.10.1996.


"Nicht weniger Leser, ..., werden Schlesinger dankbar sein für ... einen im besten Sinn fesselnden, klug gebauten und mit solidem, gänzlich unprätentiösem Raffinement erzählten Roman, der in einem Kaleidoskop behutsam abgetönter Momentaufnahmen anschreibt gegen alle Geschichts(un)seligkeit ..."

Quelle: Bruno Steiger: NZZ, 18.12.1996.


"Eine sanfte Melancholie liegt über Klaus Schlesingers Liebeserklärung an seine Heimatstadt. Das sollte nicht mit deutscher Schwermütigkeit verwechselt werden. Seine Geschichten sind farbig, selbstironisch und voller Liebe zum Detail des Lebens auf den Straßen von Berlin ...
...
Unaufdringlich zeigt Klaus Schlesinger, daß die Wurzeln für Versagen, den Verfall eines Staates, das Zerbrechen von Hoffnungen, tief in der Vergangenheit liegen. Er gräbt sie aus, ohne anklagend den Finger zu heben, ohne Schuldzuweisungen, aber auch ohne jenen Fatalismus, der sich mit der Meinung begnügt, daß es 'ja so habe kommen müssen'."

Quelle: Hans-Georg Soldat: Berliner Zeitung, 21.9.1996.


"Die Literaturhistoriker werden es schwer haben, eine geeignete Schublade für dieses Buch zu finden: Ist es ein historischer Milieuroman, ein autobiographisches Buch oder gar ein Krimi? Wir können es uns einfacher machen und behaupten, von allem sei etwas darin. Vor allem aber ist Schlesinger ein lesenswertes und streckenweise spannendes Buch gelungen ..."

Quelle: Peter Walther: die tageszeitung, 18.9.1996.

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