Pressestimmen zu "Berliner Traum"

"In den neuen Geschichten schreibt der Autor über Menschen, die am Rande der Zeitereignisse leben, oft wider Willen einbezogen werden, sie nicht immer verstehen oder teilen und deren kleinbürgerlicher Lebenshorizont ihr Handeln bestimmt. Es gelingt ihm, wenn auch in den einzelnen Geschichten in unterschiedlichem Maße, Alltagsgeschichten im Spannungsfeld gesellschaftlicher Beziehungen zu erfassen; Detailtreue kennzeichnet die Darstellung des sozialen und lokalen Kolorits. Seine Beiträge sind insofern ein Realitätsgewinn, als sie die Differenziertheit und Schwere der Prozesse, in denen sich die Menschen heute zu bewähren haben, veranschaulichen. Die literarischen Helden repräsentieren nicht das, was sich an Gedanken und Gefühlen sozialistischer Entwicklung in unserem Land an Neuem herausgebildet hat, aber sie gehören mit zum derzeitigen sozialen Gefüge unserer sozialistischen Gesellschaft."

Quelle: Gerda Zschocke: Sonntag, 19.2.1978.


"Schlesingers Erzählungen ... widersprechen dem parteilichen Verlangen nach einer sozialistischen Erbauungsliteratur auf der ganzen Linie. Trotzdem sind sie in der DDR erschienen und dort ausführlich und sachlich gewürdigt worden.
...
Der 'Berliner Traum' ist zweifellos eine Grenzprovokation und hat den Beweis erbracht, daß sich die Herausforderung lohnt ..."

Quelle: Sybille Wirsing: F.A.Z., 3.6.1978.

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